Sprossen selber ziehen

Sprossen selbst ziehen - ein gesundes Hobby

Willst Du Dir Deine Sprossen selbst ziehen, brauchst Du keine umfangreiche Ausrüstung. Die Samen benötigen nur einen feuchten Untergrund und schon beginnt sich das Leben in ihnen zu regen. Stammen die Samen von Pflanzen, deren Blätter, Stängel oder Früchte gegessen werden können, lassen sich aus ihnen Keimlinge ziehen. Besonders gerne werden Getreidearten, Hülsenfrüchte, Lauch, Zwiebeln, Alfalfa oder Brokkoli verwendet.
 

Wo lassen sich die richtigen Samen kaufen? 

Sprossen sind sehr jung geerntete Pflanzen. Im Gegensatz zu den Keimlingen werden sie geschnitten und nur die Blätter und der Stängel werden gegessen. Das Samenkorn und die Wurzeln werden nicht verwendet. Während sich Keimlinge im Dunkeln entwickeln, ist der Spross auf Licht angewiesen. Die entsprechenden Samen kannst Du online oder in Reformhäusern, Naturkostläden oder im Gartenbedarfshandel kaufen. Beachte, dass die Samen aller Nachtschattengewächse zum Ziehen von Sprossen ungeeignet sind. Die Keimlinge enthalten Solanin, das giftig ist.
 

Wie lassen sich Sprossen selbst ziehen?

Größere Samen sollten die Möglichkeit bekommen, über mehrere Stunden eingeweicht zu ruhen. Bis zu 24 Stunden reichen aus, um die Aktivität in den Samen anzukurbeln. Möchtest Du mit kleineren Samen starten, eignen sich Brokkoli, Senf oder Radieschen. Diese müssen nicht eingeweicht werden, da sie leicht keimen. Auch Kresse-, Rucola- und Chiasamen müssen nicht eingeweicht werden. Bei diesen Samen reicht es aus, wenn Du sie auf ein Blatt Papier legst, das Du immer in feuchtem Zustand halten musst.
 

Sprossen ziehen - die verschiedenen Möglichkeiten 

Sprossen können in der Erde, auf feuchtem Papier oder als Hydrokultur gezogen werden.
Bei der Verwendung von Erde musst Du aufpassen, diese nicht zu feucht zu halten. Auch die Ernte kann für Schwierigkeiten sorgen. Nach dem Abschneiden kann immer noch Erde an den Sprossen kleben. Deshalb ist gründliches Waschen vor dem Verzehr angebracht, wenn Du die Sprossen in der Erde ziehen willst.
 
Die einfachere Anzucht erfolgt auf Papier. Du kannst auch Watte dafür nehmen. Der Untergrund muss nur immer feucht gehalten werden. Bei der Aussaat sollten die Samen sehr dicht nebeneinander liegen. Da die Pflänzchen nur wenige Tage alt werden, wachsen sie nur ein wenig in Höhe. Dadurch nehmen sie einander keinen Platz weg.
 

Anzucht in der Erde

Du brauchst nur einen flachen Behälter (eine Brotbüchse oder ein tiefer Teller tun es auch) und etwas Anzuchterde. Da die Samen keine tiefe Erdschicht brauchen, reichen 1 bis 2 Zentimeter, um diese einzupflanzen. Hat der Untergrund kein Loch, durch das überschüssiges Wasser ablaufen kann, darfst Du nur wenig gießen, damit sich keine stehende Nässe entwickelt. Wenn Du die Samen auf die Erde gestreut hast, drücke sie leicht fest. Sie sollten aber nicht mit Erde bedeckt sein.
 
In den nächsten Tagen müssen die Samen feucht gehalten werden. Dann platzt die Samenhülle und das Wachstum beginnt. Bei kleineren Samen dauert es ca. 5 bis 7 Tage, bis etwas zu sehen ist. Durch regelmäßiges Kosten kannst Du herausfinden, wann die Sprossen am besten schmecken. Bei größeren Samen musst Du etwas geduldiger sein. Diese brauchen ein bisschen länger und Du solltest von ein bis zwei Wochen Anzuchtzeit ausgehen.
 

Sprossen ziehen auf dem Papier

Du kannst spezielles Anzuchtvlies kaufen, ein Stück Küchenpapier tut es aber auch. Zwei bis drei Lagen Küchenpapier kommen auf eine Unterlage oder einen Teller. Das Papier wird angefeuchtet, anschließend werden die Samen darauf verteilt. Da Papier sehr schnell trocknet, musst Du regelmäßig prüfen, ob die Samen noch genügend Feuchtigkeit zur Verfügung haben. Zusätzlich werden sie mit einer Plastikfolie abgedeckt, damit sie etwas Wärme zum Wachsen bekommen. Sind die ersten Stängel zu sehen, kann die Schutzfolie entfernt werden. Nach weiteren ein bis zwei Tagen dürfen die Pflänzchen auf die Fensterbank oder an einen anderen Ort, an dem sie Licht bekommen.
 

Anzucht im Wasser

Licht und Wasser sind nötig, um Samen im Wasser anzuziehen. Die Samen liegen in einem Gitterfach über dem Wasserbehälter und lassen ihre Wurzeln dort hineinwachsen. Die Pflanzen sind sehr genügsam. Wenn Du sie länger wachsen lassen möchtest, braucht es allerdings einen nährstoffreicheren Boden. Bis aus dem Samen ein Keimling wird, musst Du diesen mit Feuchtigkeit versehen. Beginnen die Wurzeln zu wachsen, tun sie das automatisch in die Wasserrichtung. Bei einer reinen Hydrokultur kannst Du eine Nährlösung in das Wasser geben, die den wachsenden Pflanzen alle nötigen Nährstoffe bietet.
 

Wann kannst Du ernten? 

Haben sich die ersten Blättchen gebildet, sind die grünen Vitamine essbar. Sie können nach Bedarf abgeschnitten werden. Je nach Größe besitzen Sprossen eine unterschiedliche Textur. Anfangs sind sie noch sehr zart, was sich im Laufe der Zeit verändert. Um mehrere Tage ernten zu können, solltest Du Deine Anzuchtschale in den Kühlschrank stellen. In der dunklen und kühlen Umgebung reduziert sich das Wachstum auf ein Minimum. Dadurch hast Du einen Vorrat an Sprossen, der für mehrere Tage reicht.
 
Quellen: https://gesund.co.at/sprossen-keime-29702/https://www.dlr.rlp.de/internet/global/themen.nsf/ALL/8532A5015D5B3432C125707500232E6F?OpenDocumenthttps://www.smarticular.net/frische-vitamine-von-der-fensterbank-sprossen-selbst-ziehen